KVM, interne Maschine, RDP Zugriff von extern
Wenn man mit KVM eine Maschine virtualisiert hat, und diese dann in ein eigenes internes Netz haengt, z.B. 192.168.X.X, dann ist es zwar normalerweise moeglich via NAT ins Internet zu gehen, aber wie komme ich von extern auf diese Maschine. Konkrete Fragestellung bei mir war: Wie komme ich von extern per Remotedesktop auf die Maschine?
- per SSH mit X-Forwarding auf der physikalischen einloggen und dann mit rdesktop, Beispiel:
rdesktop -k de -u MYUSERNAME -g 1280x1024 192.168.2.2
- mit netten iptables Regeln
Als erstes generell erlauben, dass Traffic auch an die internen Maschinen weitergeleitet werden darf:
iptables -I FORWARD -d 192.168.2.0/24 -j ACCEPT
Danach den entsprechenden Dienst einrichten, in diesem Fall RDP:
iptables -t nat -A PREROUTING -p tcp -d 1.2.3.4 --dport 3389 -j DNAT --to-destination 192.168.2.2:3389
Die iptables Regeln habe ich bereits vor einiger Zeit von meinen Cousin Emil Wagner per Mail bekommen. Danke dafuer!
Howto: virsh console
Bei XEN gibt es den praktischen Befehl xm console domU-name und man hat von der physikalischen Maschine eine Konsole zu der virtuellen.
KVM bringt mit dem Befehl virsh console maschinenname die gleiche Funktion ebenfalls mit. Damit das ganze funktioniert muss - zumindest bei Debian - noch etwas nachgeholfen werden. In der /etc/inittab muss die folgende Zeile relativ am Ende einkommentiert und entsprechend angepasst werden (change 9600 to 115200) werden:
T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyS0 115200 vt100
Anschliessend noch in der /boot/grub/menu.lst in der Zeile die mit #kopt beginnt die folgenden Optionen anhaengen:
console=tty0 console=ttyS0,115200
und die Aenderungen mit dem Befehl update-grub uebernehmen.
Die erste Anpassung in der inittab bewirkt, dass man in ein fertig gestartetes Linuxsystem kommt. Die Anpassung mit der Kerneloption bewirkt, dass man auch vorher beim Systemstart bereits eine Konsole bekommt.
Hinaus kommt man dort uebrigens wieder mit der Tastenkombination Strg+Alt Gr+9 ... wie damals, good old telnet times.
Hetzner EQ-Server + KVM && bridge
Vorneweg: Es ist ein Krampf bis ich es rausgefunden hatte...
Eine Bridge einrichten, dafuer:
aptitude install bridge-utils
und anschliessend die /etc/network/interfaces entsprechend anpassen:
### Hetzner Online AG - installimage # Loopback device: auto lo iface lo inet loopback # device: eth0 auto eth0 iface eth0 inet manual # bridge: br0 auto br0 iface br0 inet static address 188.XX.XX.142 broadcast 188.XX.XX.191 netmask 255.255.255.192 gateway 188.XX.XX.129 bridge_ports eth0 bridge_stp on bridge_maxwait 5 up route add -host 188.XX.XX.160 gw 188.XX.XX.160 up route add -host 188.XX.XX.161 gw 188.XX.XX.161 up route add -host 188.XX.XX.162 gw 188.XX.XX.162
Dabei darauf auf die klassischen Fehler achten:
- echo 1 >> /proc/sys/net/ipv4/ip_forward
- iptables -P FORWARD ACCEPT
Wichtig war bei mir unter Ubuntu Linux auch noch in der /etc/sysctl.conf den folgenden Wert einzukommentieren:
net.ipv4.ip_forward=1
Bei der Konfiguration der virtuellen Maschinen dann das Netzwerk ueber die bridge (br0) konfigurieren. Nachtraeglich kann man das sonst auch noch in der entsprechenden /etc/libvirt/quemu/MASCHINENNAME.xml anpassen:
<interface type='bridge'> <mac address='54:52:00:3f:35:9d'/> <source bridge='br0'/> </interface>
In der Maschine selber ist es dann nur noch wichtig, die IP des Hauptsystems als Gateway einzutragen, ein Beispiel fuer die /etc/network/interfaces eines Gastes waere:
auto lo iface lo inet loopback # The primary network interface auto eth0 iface eth0 inet static address 188.XX.XX.162 broadcast 188.XX.XX.191 netmask 255.255.255.192 gateway 188.XX.XX.142
Die Informationen hier habe ich aus dem Blogeintrag: "Hetzner: EQ-Serie mit zusaetzlichen IP-Adressen (HowTo)" und den bridge-krams aus meinem Kopf...
[Update]
- 2010-10-18: stp=on und sysctl Absatz hinzugefuegt
Skript: Netzwerkinterface neustarten
Ich hatte eine Debian etch Maschine, virtualisiert mit KVM, bei der brach unter Last immer die Netzwerkverbindung zusammen. Reproduzierbar. Das Update auf Lenny brachte nix. Ich habe die Maschine gestern mit Lenny neu aufgesetzt und die Probleme existieren nicht mehr. Hier nun das Skript was ueberprueft ob eine Verbindung nach aussen moeglich ist und ggfs. das Interface neustartet, ich brauche es nicht mehr, aber bevor ich es loesche hier noch einmal dokumentiert:
#!/bin/bash ## # check if network is available and if not restart # the network interface ## if ping -c 1 -w 1 -q www.google.de &>/dev/null; then # echo "Network is up, no further action required" echo ""&>/dev/null else echo "Network is down, restarting the interface..." ifdown eth0 && ifup eth0 fi
