Othello, der Neger von Venedig

Heute war ich mit Anja und Freunden von Ihr im Jungen Theater und wir haben uns „Othello, der Neger von Venedig“ angeschaut.plakat_othello.jpg

Das Stueck war super, es hat mir total viel Spass gemacht es zu sehen. Die Dialoge waren groesstenteils sehr modern, Shakespeare sehr gut in die Gegenwart geholt. Teilweise so krass, dass ich mit meiner Grossmutter nicht hinein gehen wuerde, aber es heisst ja auch nicht umsonst Junges Theater ;-)

Es gibt viele Dinge ueber die ich jetzt reden koennte, was mir das Stueck vermittelt hat. Ich moechte mich hier auf zwei Dinge beschraenken. Erstens war es einfach schoen. Kultur die Spass macht, die Ihr Geld wert ist, ein gelungener Abend. Alleine deswegen hat es sich gelohnt. Das zweite ist die Frage, was eine unehrliche Beziehung zu mir selber mit mir und meinem Umfeld anstellen kann. Ich habe mich in vielem im uebertragenen Sinne wiedererkannt und es hat mich nachdenklich gestimmt was die Beziehung zu mir selbst angeht.

Wenn Ihr euch etwas gutes tun wollt, dann besucht es einfach :-)

Frankreich

Vom 16. bis 20. war ich meine liebe Schwester in Frankreich, Laval, besuchen. Es war sehr schoen dort. Zwischenzeitlich hatte ich mit mir selber ein paar Probleme, aber sie waren gut und jetzt ist es besser :-)

Doch zu dem Besuch..

Meine Mutter hatte mir eine Zugverbindung nach Nottuln Appelhuelsen rausgesucht. Das liegt wohl auf dem Weg nach Frankreich am guenstigsten zum mich einladen, wenn ich von Goettingen aus mit der Bahn entgegenfahre bzw. in Fahrtrichtung schneide. Die Verbindung war so geplant, dass ich in Goettingen um 12:43h Abfahre und meine Ankunftszeit 15:37h in NA in die Fahrtzeit meiner Eltern passt. Wenn ich mich mit irgendeinem Zug verspaeten wuerde, dann bitte erst ab Hamm, da sonst alles durcheinandergeraten wuerde…

Ueber die Zugfahrt kann ich schon einen kompletten Blogeintrag schreiben. Menschen die ich dort auf der Zugfahrt kennengelernt habe, kennenlernen durfte, kennenlernen musste, wie Kopfbedeckungen Menschentypen charakterisieren koennen und wie schlecht doch die Deutsche Bahn ist. Ich kuerze das jetzt einfach mal ab. Mein ICE ist in Goettingen mit 15 Minuten Verspaetung abgefahren, den Anschluss in Hannover habe ich nicht bekommen sondern habe ausweichend einen IC genommen, in Hamm war dann der Anschlusszug nach Muenster natuerlich auch nicht mehr da, und der naechstspaetere Zug hatte einen defekt an den Bremsen im hinteren Zugteil, so dass ein ohnehin bereits voller Zug sich noch auf 40% des Zuges komprimieren musste. Verspaetung deswegen natuerlich auch, und es hat in Hamm in Stroemen gegossen :-)

Dann sind wir nach Frankreich gefahren. Wir = Mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und meine Schwester-Auf-Zeit… Nachts angekommen, gegen halb zwei oder so glaube ich, und nur noch fix die Zelte auf dem Campingplatz aufgebaut und geschlafen. Am Donnerstag dann, haben wir mit meiner Schwester gefruehstueckt und waren anschliessed in einem Hochseilgarten (oder wie auch immer man das auf Deutsch nennt). Dahinten hiess das Ding auf jeden Fall Le Bois, und war total Klasse! Zwischen den Baeumen zu klettern hat total viel Spass gemacht, wie man auch an den tausend Bildern in der Gallery sehen kann ;-).

Abends waren wir dann lecker lecker essen. Ich habe Kaesefondue gegessen und zum Nachtisch Schokoladenfondue :-)

Am Freitag dann waren wir Vormittags spazieren in einem Park, und Nachmittags haben wir uns eine Expo ueber Deutschland angeguckt. Witzig wie wir im Ausland verkauft werden, dargestellt werden, und verkaufen ;-)

Abends haben wir typisch franzoesisch Galette gegessen. Sehr lecker, nur mein Vater musste einen Wiskey hinterhertrinken. Einfach mal so in den blauen Dunst aus der Karte heraus bestellen macht sich nicht so gut, wenn man die Sprache nicht kann und der Ober extra 2mal nachfragt ob man sich wirklich sicher ist ob man genau dieses Gericht essen moechte… (Siehe auch Andouille hier und hier)

Meine Mutter hatte uebrigens auch nicht gelernt. Sie spricht soviel franzoesisch wie ich russisch, und meinte dann aber am naechsten Tag im Supermarkt erklaeren zu muessen, dass genau dieser Wein besonders koestlich sei…

Samstags sind wir dann in die Bretagne gefahren. Dort war es sehr schoen, und Abends dann nach einemUeberfall bei Maxime, dem Freund meiner Schwester (hab ich den Namen richtig geschrieben? ;-) ) dann ab zurueck die Nacht ueber im Auto in die BRD und nach Goettingen, wo ich dann ausstieg und somit wieder am Anfangsort meiner Reise war..

Bilder natuerlich wie immer in der Gallery, und noch ein paar Kleinigkeiten zum Schmunzeln zum Schluss: