Hm…

Eigentlich habe ich mich gerade an den Computer gesetzt um etwas ueber die USA und mal etwas positives darueber zu bloggen. Ausschlaggebend war der Eintrag in dem Geschichtskalender bei uns, in dem es um die Verkuendung der neuen Verfassung in Japan geht. Seit dem 03. November 1946
ist Japan eine Demokratie, dank der USA. Ich wollte dann noch was dazu schreiben das auch wir Deutschen unsere Staatsform den Amerikanern mit zu verdanken haben, etwas ueber Irak und Afghanistan und den ARD Deutschlandtrend, dass immer mehr Deutsche unzufrieden mit der Demokratie sind etc.

Aber dann faellt mir ein Prospekt in die Haende auf dem ein sehr schoenes und passendes Zitat steht:

„Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt.“

„Solange der Mensch sich nicht begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulaesst, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es fuer ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fuerchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen – er wird allein sein. Wo koennen wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unserem Naechsten. Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar ueber sich sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Traeume oder den Zwerg seiner Aengste sehen, sondern als Mensch, der, Teil eines Ganzen, zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden koennen wir Wurzeln schlagen und wachsen: nicht mehr alleine – wie der Tod – sondern als Mensch unter Menschen.“

| Richard Beauvais, 1964

prego

/me... prego!

7 Gedanken zu „Hm…“

  1. aber findest du wirkich, dass das richtig ist? ich glaube naemlich nicht unbedingt, dass man die gemeinschaft braucht, um geborgenheit zu finden. man denke nur an die askesen.
    aber nun ja, ich finde man muss schon alleine rausfinden, wer man ist und nicht durch einen anderen menschen. aber unabhaengig davon, ist es natuerlich richtig, dass man menschen zum vertrauen finden sollte, damit diese einen helfen, wenn es einem schlecht geht und mit denen man auch freude teilen kann.
    aber rausfinden, wer man ist, muss man ganz alleine und nicht durch die gmeinschaft. denn nur wer mit sich alleine leben kann, kann auch mit anderen menschen leben. was denkst du?

  2. doch, ich denke das das richtig ist. aber du darfst „unseren Naechsten“ oder „Gemeinschaft“ nicht mit Menschen verbinden. Natuerlich liegt diese Interpretation nahe, aber auch die Askesen haben Ihren Naechsten. Es ist nicht ein Mensch, sondern vielleicht Gott oder die Philosophie. Rausfinden wer man selber ist muss man selber, das stimmt, aber die Gesellschaft und Freunde koennen einem dabei helfen sich selber wahrzunehmen. Sobald ich selber ich bin kann ich auch mit anderen Menschen leben… das denke ich und was denkst du nun dazu? ;-)

  3. ok, das man das nicht unbedingt auf andere menschen beziehen muss, ist das natuerlich wieder besser zu verstehen. dann bin ich auch deiner meinung. aber man muss ja zuerst mal alles kritisch betrachten ;-)
    koennen wir nur hoffen, dass freunde auch imemr fuer einen da sind. naja, wie auch immer. aber dazu hat man ja freunde, wie wir hoffentlich alle wissen ;-)

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